Sonntag, 9. Juni 2013

Früchtchen für die Früchtchen

Es gibt eine Sache, die vermisse ich hier besonders: kochen, backen, vorbereiten, hübsch anrichten, rundum einfach kreativ sein in der Küche. So nutze ich jede noch so kleine Möglichkeit, unsere Mahlzeiten oder (ahem) Zwischenmahlzeiten irgendwie nett zu gestalten..

Félicie isst ja vieles, und sie kennt und mag zwar Schokolade und Kuchen, tendiert aber doch häufig dazu, gegen 16 Uhr Früchte essen zu wollen. Das hat sich heute gut getroffen, denn: seit heute haben wir noch ein weiteres Mäulchen, das sich für Früchte öffnet! Clémence sitzt ja seit längerer Zeit gern und sieht ihrer Umwelt, vor allem ihren Bezugspersonen, interessiert zu - Voraussetzung für das Essen der ersten Miniportionen Brei. Also haben wir heute mal versucht, wie das so mit 2cm gemantschter Banane geht.. 
Und den Rest, da der Grund für die Einleitung weiter oben, habe ich zu Fruchtspiessen verarbeitet. So haben Früchte Félicie noch mehr Spass gemacht, man beachte nämlich: drei von den Spiessen hat sie allein vertilgt. 

Ich freue mich ja so sehr auf mein weisses Geschirr! 
Neue Technik, das Ganze..
Braucht zu Beginn ein bisschen Hilfe. Aber mmh, schmeckt!

 Hier schmeckts trotz ebenfalls neuer Technik auch.. 
Beim Foto unten schnappt Clémence sogar nach dem Löffel!

Ein letztes Früchtchen-Foto: Brombeeren im Garten
Von diesen Details zu grossen Ganzen - unser Wochenende war ruhig und entspannt und ohne grosses Programm, hatten wir doch mit Florence und Sophie bis Freitag Abend viel unternommen. Gestern Samstag sind wir wieder zum Strand gefahren und haben über wunderschöne, grosse Wellen gestaunt; heute wurde nach einem Frühstück auswärts im Garten geplantscht und Ball gespielt, viel gemalt und gelacht. 







Für den Blog habe ich weiterhin zahlreiche Ideen, nur nicht genug Zeit, mir alles beizubringen, was ich gerne wissen würde.. Aber ein erstes bzw. prioritäres Projekt wäre, einen Header selbst zu malen. Mal sehen, ob das klappt! Darüber hinaus denke ich nach, was nach unserem Aufenthalt mit dieser Plattform und meinen neuen damit verbundenen Gewohnheiten passieren soll. Bisher ist unser Blog schlicht eine Möglichkeit, euch möglichst viel während unserer Zeit hier zu erzählen und zu zeigen, aber was kommt danach? Möchte ich mir einen Traum erfüllen und weiter bloggen? Worüber? Inwiefern? Wie persönlich? Man könnte sich auch die Frage stellen - habe ich solche Lust, Gedanken, Inspirationen, Erlebnisse und Ideen zu teilen, weil ich mir hier meine üblichen Gesprächspartner neben Julian fehlen? Was erwarte ich vom Bloggen, bzw. erwarte ich etwas? ...

Wir werden sehen.. Erstmal diesen Post, und alle guten Wünsche für eine schöne Woche!

valérie

Freitag, 7. Juni 2013

we found them!

Ein kurzer Post über einen wichtigen Wunsch, den ich schon vor dem Abfliegen in Basel hatte: gleiche Schuhe für Mama und Félicie!

The Original Saltwater Sandals by Hoe Shoe
Seit ich weiss, dass eine amerikanische Schuhmarke gleiche Sandalen für Erwachsene und Kinder herstellt, möchte ich solche für Félicie und mich haben - und nach wochenlangem Suchen haben wir sie! Das Unterfangen hätte bei weitem einfacher sein können als begonnen: Ich wollte aus dem Kauf ein Erlebnis machen und ein Geschäft finden, das beide Altersgruppen bedient, und so jeden Laden abgeklappert, der auf der Homepage der Marke als Retailer angegeben war. Nur gab es in jenem Geschäft nur die Kinder-, im nächsten Laden nur die Erwachsenengrössen. So hatte Félicie schlussendlich ihre Schuhe doch früher, und ich erst seit Mittwoch. Heute Freitag war dann erster Ausführtag, sehr zu unserer Freude. 

Ihr, die mich kennt, werdet euch wundern, dass ich solche Schuhe anziehe! Was macht man nicht alles, um hip (Hipster?! Insiderspass beiseite..) zu sein? Ich kann mich noch erinnern, wie Maman mir als Kind ähnliche Sandalen anzog und plötzlich die Phase kam, in der ich sie total doof fand und ab der sowas mir nicht mehr unter den Fuss kommen durfte.. Und jetzt? Maman hatte Recht, sowas ist ein Klassiker und kommt immer wieder.. Ich freue mich auf ganz ganz viele Kilometer und Spielplätze und Ausflüge Hand in Hand, nein besser: Fuss neben Fuss, mit Félicie und unseren Sandalen!

Mittwoch, 5. Juni 2013

Besuch!

Nach zwei Tagen mit Florence und Sophie hätte ich viel zu erzählen und zu zeigen! Lange Posts sind ja immer ein bisschen mühsam zum lesen, deshalb eins nach dem anderen und erstmal den Dienstag..

Den haben wir im Norden von San Francisco begonnen - die beiden Mädchen sind nach Alcatraz, und ich bin mit meinen beiden Mädchen ein paar Piers weiter von ihrer Ablegestelle entfernt ins Aquarium gegangen. Da gabs Fische von Unterwassertunnels aus zu gucken, Fütterung von Haien, natürlich Clownfische (ohne Nemo sehen geht ein Aquariumbesuch nicht), Rochen zum Anfassen, und ein erster Kinobesuch. Der aber ganz schnell abgebrochen werden musste, Félicie war das nicht ganz geheuer mit dem Dunkel, den grossen Bildern und dem lauten Ton. Naja, ein anderes Mal dann wieder versuchen..
Danach haben wir Flo und Sophie wieder getroffen zum Essen und anschliessend am Pier 39 spazieren - sehr hübsch gemacht, aber eben: gemacht - den Seelöwen einen Besuch abstatten, bevor wir in Richtung Innenstadt gedreht haben. So kams, dass wir an der Endstation der Cable Cars vorbei mussten und da blieben, dieses eine Touristenmuss hatte ich bisher wegen dem Kinderwagen, der Handtasche(n), den Kindern und meinen deshalb tagsüber einsamen zwei Händen ausgelassen. Mit Besuch kann man eine klassische Fahrt von Ghirardelli Square (ganz im Norden an der Marina) bis zur Market St (weiter südlich, Schlagader der Stadt) aber ganz gut machen, um dann im Zentrum (um Market St im Financial District) ein bisschen durch die Läden und vollen Strassen zu schlendern.

Momentan ein häufiger In-den-Kinderwagen-Blick: Das (wahrscheinlich zahnende) Kindchen hat Zeige- und Mittelfinger im Mund und lächelt gleichzeitig
Frische, noch warme Mini-Donuts zum Frühstück, mmmh!

Sie sah so niedlich aus in ihrem grossen Kinosessel mit der klassichen Popcorntüte! 
Seelöwen haben am Pier 39 ein paar Bootstege belegt, so hat die Stadt beschlossen, sie offiziell für jegliche Benutzung zu sperren, sodass die Kolonie da bleiben kann.
Ghirardelli Square, Blick nach Norden 
Endstation der Cable Cars 
In der Schlange für unser Cable Car 
Zu Beginn bisschen unsicher noch wegen dem Rattellärm im Trolley, aber  sie fand es toll! 
Kleine Stärkung gefällig? 

Auf dem Weg zurück zum Auto ein schöner Spaziergang an der Sonne und ohne Wind (!) durch Chinatown, Blick von Norden in Richtung Financial District.

Montag, 3. Juni 2013

Papa

Am Sonntag gab es kein grosses Programm, dafür zahlreiche Fotos von Papa und seinen Mädchen. Deshalb auch nicht allzu viele Sätze, sondern einfach die Bilder..


Aufmerksam im Gespräch mit Papa
Ein Teil des Sonntagsbrunchs war Fruchtsalat, wir waren alle in der Küche, Félicie auf der Theke, und plötzlich sagt sie: 'Oooh papa' und urarmt ihn so wie gezeigt. 
Glückliches Pärchen.
Sogar Siesta gabs zu dritt!
Der neu getestete Spielplatz besticht dadurch, dass er nur wenig südlich vom Flughafen liegt, und alle 2 Minuten die Flugzeuge sehr nah sehen kann.
Félicie spielt Marktfräulein, Papa natürlich mit (..-Männlein, natürlich)
Ein effektives Loblied auf unseren Papa gibts dann zum Vatertag. Falls die Fotos nicht schon genug von alleine sprechen.. :) Danke Papa für die gute Zeit, die wir mit dir verbringen können am Wochenende!
Heute Montag sind unsere nächsten zwei Gäste angekommen, Florence und Sophie. Félicie ist ganz aus dem Häuschen und kann sich gar nicht entscheiden, welches Armpaar denn bitte jetzt tragen, und ganz wichtig, welche der beiden im Auto nun bei ihr hinten sitzen soll! Das wird bestimmt eine tolle Woche. Schön, dass die beiden da sind! 

Bei euch meisten in der Schweiz ist laut Zeitung der grosse Regen um, und die Sonne zumindest ein bisschen auf dem Vormarsch. Wir schicken ihr (und euch im Kampf gegen das Grau) mit sonnigen Grüssen ein bisschen Unterstützung! Und Geburtstagsgrüsse schicken wir nachträglich auch, nämlich nach Binzen zu Papa/Schwiegerpapa/Opa - alles Gute und Liebe!

jvfc


Samstag, 1. Juni 2013

the beach

Heute ist Sand im Getriebe.. aber nicht im schlechten Sinne! Wir haben wohl in jeder Tasche und jeder Falte unserer Kleider eine kleine sandige Erinnerung an den heutigen Tag.. Aber eine Erinnerung an eine schöne Zeit nimmt man doch gerne.

Warmes und weniger windiges Wetter haben uns heute morgen um halb9 aus dem Haus getrieben, wir wollten auswärts frühstücken und anschliessend einen Strandabschnitt suchen, bei dem die See nicht allzu rau und spritzig ist. Diese Wünsche sind alle in Erfüllung gegangen, und so haben wir den allerersten Strandtag als Familie überhaupt genossen (nicht mal Julian und ich waren zu zweit am Strand, als es die Kinder noch nicht gab!). Als ich noch zuhause wohnte, gab es Strandurlaub eher selten, weil wir alle nicht so 'strandig' waren, und der zuoberst genannte Nachteil wohl stärker im Mittelpunkt stand.. Das war auch meine Meinung. In die Wellen schauen konnte und wollte ich schon immer endlos, die beruhigende und befreiende Wirkung davon habe ich immer genossen. Aber heute hab ich gemerkt, dass ich wohl doch strandtauglicher bin, als ich angenommen habe. Bei Félicie stellt sich diese Frage gar nicht, die war einfach nur froh, endlos buddeln zu können. Und ihr zuzusehen, wie zufrieden sie spielte, und wie glücklich sie war, draussen an der Sonne und im feinen Wind zu sein, ja auch Clémence fühlte sich durchaus wohl im weichen und warmen Sandbett unter der Decke, das entschädigt jedes Sandkorn in der Hose, oder?! 



Whalers' Cove, südlich von Pacifica

Unser Lager
Während des Vormittags hat sich ein russisches Mädchen zu uns gesellt. Man merke: Russisch! Und trotzdem konnten Félicie und sie sich irgendwie verständigen.. Kinder!




Freitag, 31. Mai 2013

it has begun..

.. das Zeitalter der Prinzessinnen.

In jedem (Mädchen-)leben, oder zumindest fast jedem, kommt eine Phase, in der Prinzessinnen die grossen Vorbilder sind. Das Mädchen sucht sie in Büchern, Liedern, Bildern, und misst sich an ihnen, vergleicht sich mit ihnen, und zuletzt aber am wichtigsten: es ahmt sie nach. Das von Julian Befürchtete ist also eingetroffen, schon seit ein paar Wochen, und scheint, sich zu installieren. Zwar ist noch nicht ganz alles aus rosa Plastik (ich glaube, da werde auch ich mein Veto einlegen), aber geliebte Leute werden von Félicie nun in den Prinzessinnen-Rang erhoben. Sie selbst ist natürlich schon lange Prinzessin.
Dazu drei Gespräche der letzten Tage..:

Rahmen 1: Wir (Mädchen) sind in der Badewanne und plappern über was auch immer Félicie gerade einfällt. Ein lustiges Spiel ist immer wieder, die Vornamen der Familienmitglieder aufzuzählen.
Félicie: Comment s'appelle Papa?
Ich: Julian.
Félicie: Comment s'appelle Maman?
Ich: Valérie.
Félicie: Comment s'appelle Mamie?
Ich: Mamie s'appelle Véronique.
Félicie: Et.. comment s'appelle Clémence?
Ich: Ah ben Clémence s'appelle Clémence!
Félicie: Non Clémence c'est une princesse. 

Rahmen 2: Beim Abendessen gleiches Szenario - zwischen versuchten Erwachsenengesprächen zwischendurch ein paar Worte zu Themen, die gerade in Félicies Kopf schwirren. Begonnen bei einem Lob von Julian, den Grund dafür weiss ich nicht mehr..
Julian: Bravo bébé.
Ich: Bravo fifille.
Félicie: Non bravo princesse. 

Rahmen 3: Beide Mädchen liegen vor mir auf dem Bett zum Pyjama angezogen bekommen (oder wahlweise Windel gewechselt, etcetc..)
Ich: Voilà le gros bébé (zu Félicie)*, et voilà le petit bébé (zu Clémence).
Félicie: (Wie immer korrigierend) Voilà la grande princesse, et Clémence est une petite princesse.

Manchmal habe ich das Glück und die Ehre, auch eine Prinzessin genannt zu werden. Immerhin. (chch) Und das Wort 'prince' für den Papa haben wir auch schon ein-, zweimal benutzt. Puh. 

Noch ein paar Bilder..




Es war genug warm und windstill für Badesachen im Garten heute. Premiere für den neuen Badeanzug! Mehr als ein Schnappschuss war aber nicht zu bekommen.

 


* Anmerkung für Fremdsprachige: Nein, natürlich ist Félicie nicht dick. Das ist eine feste französische Zusammensetzung, 'un grand bébé' wird tendenziell weniger gebraucht, obwohl 'un gros bébé' genau das meint.